Aktuelles Geschichte des Ökumenischen Forums Stmk. Mitgliedskirchen Geistlicher Impuls Bilder Links
Layoutgrafik

Rumänisch-orthodoxe Kirche

Powerpointpräsentation (2008) ~

Die Rumänisch-orthodoxe Kirche ist eine autonome Kirche im Rang eines Patriarchats. Sie bildet zusammen mit den anderen orthodoxen Schwesterkirchen die Familie der Orthodoxie. Das bedeutet, dass die orthodoxen Kirchen denselben Glauben bekennen, dieselbe Liturgie feiern und dieselbe kirchliche Disziplin respektieren.

Historische Berichte, wie auch archäologische und linguistische Beweise weisen sehr früh die Verbreitung des Christentums auf dem heutigen Territorium Rumäniens nach. Der Kirchenhistoriker Eusebius von Caesarea schrieb, dass der Hl. Apostel Andreas auch in Scythia Minor (die heutige Dobroudscha im S-O Rumäniens) das Evangelium verkündigte. Die Kirche dieser Provinz stand schon sehr früh mit der universalen Kirche in Gemeinschaft. Die Kirchengeschichte zählt unter den Teilnehmern bei den ökumenischen Konzilien, beginnend mit Nicäa (325), Bischöfe aus Scythia Minor. Diese Kirche zählte am Anfang des 6.Jhs. neben Tomis (dem heutige Constanta) 14 andere Bischofsstühle und war die Heimat einiger bekannter Theologen wie Johannes Cassian (+431), Dionysius Exiguus (+545) oder der sogenannten "skythischen Mönche".

Die archäologischen Funde christlichen Charakters aus dem 4. Jh. mit Inschriften in lateinischer Sprache beweisen die frühe Bekehrung der dako-römischen Bevölkerung (Vorfahren der Rumänen) zum Christentum und ihre Kontinuität auf dem Territorium Rumäniens, auch nach dem Rückzug der römischen Verwaltung und Armee südlich der Donau (271). Dasselbe gilt für die Existenz eines organisierten christlichen Lebens auf dem Territorium Rumäniens im frühen Mittelalter. Das christliche Leben bildete das Umfeld für die Entstehung des rumänischen Volkes. Das rumänische Volk ist in der Geschichte von Anfang an als christliches Volk erschienen und kennt kein Jahr der Christianisierung wie die benachbarten Völker.

Nach der Gründung der zwei rumänischen Staaten wurde die alte vorhandene kirchliche Struktur der beiden Länder im Rang einer Metropolie vom ökumenischen Patriarchat anerkannt (Walachei 1359; Moldau 1401). Obwohl der Name eines orthodoxen Erzbischofs Transsilvaniens (Siebenbürgen) erst vom Jahr 1377 bekannt wird, sind die Spuren einer kirchlichen Struktur in dieser alten und mehrheitlich von Rumänen bevölkerten Provinz viel älter. Nach der Vereinigung der rumänischen Länder (Moldau und Walachei 1859) und der Unabhängigkeitserklärung (1878) erhielt die Orthodoxe Kirche Rumäniens vom ökumenischen Patriarchat die Anerkennung der Autokephalie (1885) und erlangte 1925 nach der Vereinigung Transsilvaniens und Bessarabiens mit Rumänien (1918) den Status eines Patriarchats mit Sitz in Bukarest.

Die  Rumänisch-orthodoxe Kirche hat das rumänische Volk durch seine Geschichte begleitet, betreut und einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der ethnischen Identität und nationalen Einheit geleistet.

Unser Anliegen in der Ökumene:

Die Rumänisch-orthodoxe Kirche hat sich für die Ökumene engagiert und ist seit 1961 Mitglied im ÖRK. Sie gehört auch der KEK an. Mit ihren 20 Mio. Gläubigen gilt die Rumänische Orthodoxe Kirche weltweit als zweitgrößte Orthodoxe Kirche. Sie hat 25 Bistümer in Rumänien und 6 Bistümer im Ausland, dort wo orthodoxe Rumänen in der Diaspora leben.

Die rumänisch-orthodoxe Metropolis für Zentraleuropa, der auch die Pfarre Graz angehört, unterhält brüderliche Beziehungen zur römisch-katholischen, zur evangelischen und zu anderen christlichen Kirchen, im Bewusstsein, dass auch die orthodoxen Christen eine Verantwortung und auch eine Verpflichtung haben, die ökumenische Tätigkeit für die Einheit der Christen zu unterstützen.



Rumänisch-orthodoxe Kirche

Schloßbergplatz 1
8010 Graz
Tel: +43 316 57982
Fax: +43 316 57982
E-Mail: biserica@parohia-ortodoxa-graz.at
Homepage: www.parohia-ortodoxa-graz.at
 
 

© - Ökumenisches Forum Steiermark - Impressum